Projekt „LebensLH SpiegeleiAlter – Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im Alter“

gefördert durch die Heidehofstifung und die Lechler-Stiftung

In diesem Projekt geht es um Menschen mit Lernschwierigkeiten im Alter oder mit Pflegebedarf. Es sollen Angebote der Zusammenarbeit der Behindertenhilfe mit der Altenhilfe im Wohnen und Arbeiten begleitet werden. Hier gibt es für die Unterstützer und Einrichtungen einige Schwierigkeiten und Probleme:
1. Wie können alte Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen gepflegt und versorgt werden?
2. Wie kann die Tages-Struktur für alte Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen aussehen?
3. Wie verändern sich die Gesetze, nach denen die Hilfen bezahlt werden und welche die Art und Ausführung der Hilfen vorgeben?
4. Wie können diese Hilfen bezahlt werden, wenn 2 verschiedene Kosten-Träger dafür zuständig sind?
In diesem Projekt sollen bestimmte Einrichtungen, die Projektpartner, in diesen Fragen begleitet und unterstützt werden. Jedes Projektpartnerpaar besteht aus einer Einrichtung der Behindertenhilfe und einem Dienst der Altenhilfe, die zusammenarbeiten.
Während dem Projektverlauf werden viele Gesetze verändert und neu geschaffen. Der Projektleiter wird diese Neuerungen mit den Projektpartnern teilen und besprechen.
Unterstützt und begleitet wird das Projekt von einem wissenschaftlichen Beirat, der sich aus Vertretern der Praxis, Wissenschaft und den Stiftungen, die das Projekt fördern, zusammensetzt.
Später im Projektverlauf sollen die Nutzerinnen und Nutzer der Zusammenarbeit dieser Einrichtungen befragt werden.
Am Ende des Projekts wird für Einrichtungen der Behindertenhilfe und Altenhilfe eine Broschüre mit Handlungsempfehlungen geschrieben, wie sie zusammenarbeiten und sich ergänzen können. Am Ende des Projekts wird ein Fachtag veranstaltet.


Mit dem Projekt „LebensLH SpiegeleiAlter – Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im Alter“ will der Landesverband Lebenshilfe im Projektzeitrahmen von Mai 2015 bis Januar 2018 den Anfragen seiner Mitgliederorganisationen nachkommen und einen Beitrag zur grundsätzlichen Debatte innerhalb der Behindertenhilfe leisten.

Als Fachverband der Behindertenhilfe sieht sich der Landesverband Lebenshilfe in der grundsätzlichen Verantwortung, die sozialpolitischen und sozialrechtlichen Entwicklungen auf der Bundes- und Landesebene in Bezug auf den demografischen Wandel zu verfolgen und adäquat auf die Bedürfnisse von Menschen mit kognitiven Einschränkungen zu übertragen.

Dabei fällt das Projekt passgenau in eine Zeit der Debatte und Umsetzung von weitreichenden gesetzlichen Veränderungen (insbesondere in Bezug auf die Reform der Eingliederungshilfe und die Weiterentwicklung der Sozialen Pflegeversicherung), die unmittelbaren Einfluss auf die Projektrealisierung haben werden.

Das Projekt soll in enger Kooperation mit ausgewählten Lebenshilfe-Organisationen durchgeführt werden, um eine möglichst große Praxisrelevanz zu erzielen. Auftretende Probleme und Fragestellungen sowie bereits vorhandene Ideen und Antworten sollen zunächst erfasst werden, um in einem nächsten Schritt Modelle zu begleiten, welche über die bisherigen Ansätze hinausgehen und eine Weiterentwicklung darstellen.

Unterstützt und begleitet wird das Projekt von einem wissenschaftlichen Beirat, der sich paritätisch aus Vertretern der Praxis, Wissenschaft und den beteiligten Stiftungen zusammensetzt.

Diese Modelle sollen gezielt in Kooperationen und Synergien der Behinderten- und Altenhilfe angesiedelt sein und gewissermaßen eine Synthese der beiden Systeme darstellen, die bislang nur wenig miteinander in Berührung gestanden sind. Ziel ist es, fachliche und finanzielle Ressourcen der Behinderten- und Altenhilfe bestmöglich zu erschließen.

Die evaluierten und aufbereiteten Ergebnisse der Modelle sollen, nach Ablauf einer angemessenen Erprobungszeit, den weiteren Mitgliederorganisationen des Landesverbandes Lebenshilfe zur Orientierung zur Verfügung gestellt und darüber hinaus auch innerhalb der Behindertenhilfe veröffentlicht werden.

 

Mit freundlicher Unterstützung und Förderung durch die Heidehof Stiftung und die Lechler-Stiftung

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Jonas Kabsch
Projektleiter
Telefon: +49 (0)711.255 89 -63
jonas.kabsch@lebenshilfe-bw.de